Museum Zinkenbacher Malerkolonie

Ausstellung 2019 - Ludwig Heinrich Jungnickel - Magische Momente - Werke 1918 – 1938

Fotocopyright Nachlass Prof. L. H. Jungnickel

(c) Nachlass Prof. L. H. Jungnickel

Die diesjährige Sommerausstellung im Museum Zinkenbacher Malerkolonie in St. Gilgen ist dem international bekannten deutsch-österreichischen Maler und Grafiker Ludwig Heinrich Jungnickel gewidmet. Der Künstler gilt als bedeutendster österreichischer Tiermaler des 20. Jahrhunderts und ist ein typischer Repräsentant der „Klassischen Moderne“.
Schon um die Jahrhundertwende fühlte sich der 1881 im bayerischen Wunsiedel geborene Künstler von den neuen Kunstströmungen in Wien angezogen. Er pflegte Freundschaften mit Gustav Klimt, Josef Hoffmann, Egon Schiele und Oskar Kokoschka. Anfangs vom Jugendstil geprägt, entwickelte sich seine Kunst in der Zwischenkriegszeit über den Expressionismus hin zu einem neuen Realismus. Dem Museum Zinkenbacher Malerkolonie ist gelungen Peter A. Weber, Großneffe und Nachlassverwalter des Künstlers, als Kurator für die Ausstellung zu gewinnen. In der Ausstellung werden neben den vertrauten und beliebten Tiermotiven auch weniger bekannte Sujets wie seine Stadtansichten, Landschaftsdarstellungen und Genreszenen gezeigt. Sie dokumentieren das umfangreiche und vielfältige Schaffen des Künstlers in Druckgrafiken, Zeichnungen, Aquarellen und seltenen Ölbildern.

Es werden ausschließlich Werke aus der Privatsammlung des Kurators präsentiert, die zum Teil noch nie öffentlich gezeigt wurden.

Nachdem Jungnickel in den Jahren 1918 bis 1938 in engem Kontakt mit allen Künstlern der Zinkenbacher Malerkolonie stand, thematisiert die diesjährige Ausstellung Jungnickels Werke der Zwischenkriegszeit. Diese Epoche ist stilistisch und thematisch auch eine eigene Schaffensperiode in seinem umfangreichen Œuvre. Als besondere Höhepunkte dieser Werkschau gelten das Ölbild „Erschreckter Tiger“ sowie die aquarellierte Zeichnung „Rauhaardackelfamilie“, für die der Künstler 1937 mit dem „Großen Österreichischen Staatspreis“ ausgezeichnet wurde. Nach 1938 emigrierte Jungnickel nach Opatija und kehrte erst 1952 nach Österreich zurück. Ludwig Heinrich Jungnickel verstarb 1965 in Wien. Ein umfassender informativer Ausstellungskatalog mit autobiografischen Texten vermittelt einen bisher unbekannten Einblick in das Künstlerleben Jungnickels, in seine Schaffensweise, Lebensart und Lebensanschauung.

Ausstellungsdauer

22. Juni 2019 – 06. Oktober 2019

Täglich außer Montag

14:00 – 19:00 Uhr

Kurator: Peter A. Weber

Event teilen

botMessage_toctoc_comments_9210